Heidelbeeren

Heidelbeeren

Die Heidelbeere, den Älteren unter Ihnen bekannt als Frucht des Waldes, lockt viele von Juni bis September in die Nadelwälder, auf die Heide und in die Hochmoore.
Das sind nämlich die beliebtesten Standorte, wo diese blauschwarze Frucht am besten gedeiht.

Heutzutage können Sie diese Früchte bequemer ernten. Aus der Wildform (vaccinium myrtillus) ist durch Selektion und Züchtung die Kulturform (vaccinium corymbosum) entstanden. Sie wird heute bei uns an geeigneten Standorten in Plantagen angebaut. In einigen von diesen Anlagen ist es möglich, sich die Beeren zu pflücken.

Die Früchte sind reich an wertvollen Fruchtsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen. Heidelbeeren haben hierdurch in der Medizin eine besondere Bedeutung:
Sie sind der ideale Helfer zum Abspecken. Da die Früchte wenig Natrium und viel Kalium enthalten, wirkt eine Diät mit Heidelbeeren wohltuend entschlackend. Die Frucht ist kalorienarm, cholesterinfrei und wirkt durch den Ballaststoff Pektin blutfettsenkend.

Diabetiker schätzen die Heidelbeere wegen ihrer guten Bekömmlichkeit, die vom hohen Fruchtzuckergehalt herrührt. Weiter gibt es Wirkstoffe, die zu einer besseren Nachtsicht führen. Forscher haben zudem herausgefunden, das Heidelbeeren aufgrund von bestimmten Inhaltsstoffen (Antioxidantien) wirksam gegen chronische Krankheiten oder Krebs sind. Denn diese können sogenannte freie Radikale neutralisieren.

Das sind Nebenprodukte des ganz normalen Stoffwechsels, die als Mitverursacher von Krankheiten und bösartigen Tumoren sowie als Beschleuniger des menschlichen Alterungsprozess bekannt sind. Diese sogenannten freien Radikale müssen durch bestimmte Enzyme entschärft werden. Denn Umweltgifte, Nikotin und UV-Strahlen verhindern, das eine ausreichende Menge von Enzymen gebildet werden kann, sodass der Körper nicht mehr alle freien Radikale vernichten kann und diese dann ungehemmt den Körper schädigen.

Saft und Extrakte von Heidelbeeren sowie getrocknete Beeren werden als bewährtes Heilmittel gegen Magen- Darmerkrankungen sowie zur Behandlung von Zuckerkrankheit und Harnwegsinfektionen eingesetzt.

Frische Heidelbeeren während der Saison sind jedoch immer noch am besten. Sie schmecken roh, aber auch als Tortenfüllung und Kuchenbelag. Sie können zu Kompott, Gelee oder zu Saft eingekocht werden, passen gedünstet zu Wild und Geflügel sowie gebacken zu Pfannkuchen, außerdem in Aufläufen, Pies und Muffins sowie als köstliche Sauce zu Desserts und herzhaften Gerichten.

Tipps für den Einkauf und Küche

Einkauf: Da die bis zu fast kirschgroß heranwachsende Kulturheidelbeere eine feste Struktur hat, also nicht so weich wie die Waldheidelbeere ist, brauchen Sie nur auf ihre – übrigens langanhaltende – pralle Frische zu achten. Und keine geplatzten Beeren kaufen!

Lagern: Kulturheidelbeeren halten sich im kühlen Keller und im Gemüsefach des Kühlschranks acht Tage topfrisch. Man kann sie sehr gut in Gläsern oder Dosen konservieren. Und sie lassen sich vorzüglich einfrieren.

Je nach Sorte bringen Kulturheidelbeeren es lediglich auf 60-80 Kalorien pro 100g.

Sie sind mineralstoffreich (Kalium, Eisen, Magnesium und Phosphor) und wirken entschlackend. Außerdem enthalten sie die Wirkstoffe Pektin, Gerbsäure und eine bestimmte Farbsubstanz. Diese Kombination wirkt antiseptisch und entzündungshemmend.

Dadurch sind Kulturheidelbeeren verdauungsregulierend und besonders magenfreundlich.